Die Geschichte des Weines

Wein 1

Wein 1

Die Geschichte des Weinbaus ist eng mit der Entwicklung früherer Kulturen verbunden. Das Produkt der Rebe, der Wein, wurde als Getränk der Götter angesehen. Der griechische Gott Dionysos beziehungsweise sein römisches Pendant Bacchus waren in der Mythologie dem Wein gewidmet. In anderen Kulturen war der Wein ein Symbol vergossenen Bluts im Kampf gegen die Götter. Er wurde häufig als Grabbeigabe verwendet.

In der Familie der Weinrebengewächse verfügt die Gattung der Weinreben über die größte Bedeutung in der Landwirtschaft. Der Schwerpunkt der natürlichen Verbreitung liegt in den klimatisch gemäßigten Regionen der nördlichen Hemisphäre. Von den rund 60 bekannten Spezies dieser Gattung wird nahezu ausschließlich die Edle Weinrebe (Vitis vinifera) für den Weinbau kultiviert. Eine untergeordnete Rolle spielen die Erzeugnisse von Vitis riparia und Vitis labrusca.

Wildreben lassen sich durch Fossilienfunde bis auf eine Zeit vor 80 Millionen Jahre zurückdatieren. Kerne von durch Menschenhand angebauten Reben konnten auf eine Periode von 8000 Jahren vor unserer Zeit datiert werden. Solche Funde wurden in Georgien und im angrenzenden Teil der Türkei gemacht. Aus der frühen Jungsteinzeit liegen jedoch bereits Belege vor, dass die noch nicht seßhaften Völker die Beeren weiterverarbeiteten. Das bislang älteste alkoholische Getränk wurde in chinesischen Jiahu in der Provinz Hénán gefunden. Bei dem Getränk handelte es sich um eine Mischung aus Reis, Honig und Früchten.[1]

Erst mit der Sesshaftigkeit wurde mit dem eigentlichen Weinbau begonnen. Nur dadurch konnten die Menschen den optimalen Lesezeitpunkt der Beeren abwarten. Die bislang älteste Kelteranlage wurde in Hajji Firuz Tepe im Zagros-Gebirge im Iran gefunden. Die Anlage ist nach heutigem Kenntnisstand 7000 7400 Jahre alt.